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Tagebuch eines Jahres Mit Audio-CD des Rundfunkfeatures »Während ich schrieb« August 2014 im Wallstein Verlag 192 S., geb., Schutzumschlag, 12 x 20 ISBN: 978-3-8353-1558-7 (2014)

Die Mitschrift eines Jahres über den so unspektakulären wie aufregenden Alltag eines Schriftstellers. Ist das alles erst 2013 gewesen? Nicht schon viel länger her? Der Tod Margaret Thatchers, der von Marcel Reich-Ranicki, der Rücktritt des Papstes? Das zweite Jahrhunderthochwasser innerhalb weniger Jahre? Die Auseinandersetzungen über Syrien? Das deutsche Champions-League-Finale? Gregor Sander hielt in seinem Tagebuch 2013 fest, was er erlebte, erfuhr, was durch ihn hindurchging im Großen und im Kleinen. Zunächst ist es der Alltag in Berlin mit der Familie, den zwei Söhnen. Und neben der einsamen Arbeit am Roman »Was gewesen wäre« zeigt sich, wie bewegt das Leben eines Schriftstellers heute daneben auch ist. Wenn er zu Lesungen unterwegs ist, zu einem Stipendienaufenthalt in London, wenn er Rundfunksendungen macht, Kollegen und Freunden begegnet und mit ihnen diskutiert, Judith Hermann, Peggy Mädler, Kristof Magnusson ... Oder wenn er sein spätes Debüt in der Fußballnationalmannschaft der Autoren feiert. Sander ist ein genauer Beobachter und ein wacher Zeitgenosse, der täglich die großen deutschen Zeitungen oder auch den Guardian liest und notiert, was ihn berührt oder empört. Entstanden ist die Mitschrift eines Jahres, eine bunt schillernde Chronik. 

Gefördert durch die Rinke-Stiftung.

Leseprobe

Was gewesen wäre Wallstein Verlag (2014) 236 Seiten ISBN: 978-3-8353-1359-0

Die Geschichte beginnt heute in einem heruntergekommenen Luxushotel in Budapest. Zu ihrem vierundvierzigsten Geburtstag hat Astrid diesen Kurzurlaub von ihrer neuen Liebe, Paul, geschenkt bekommen. Ein paar Tage ohne ihre Kinder und ohne seine Arbeit. Mit dieser Reise will Paul auch einen Blick in ihre Vergangenheit riskieren - und bekommt mehr zu sehen, als ihm vielleicht lieb ist. Denn diese Geschichte beginnt auch vor fünfundzwanzig Jahren in der DDR auf einer wilden Künstlerparty, als sich Astrid Hals über Kopf in Julius verliebte. Und ganz ist dieser Julius aus ihrem Herzen nie verschwunden. Plötzlich ist alles, wie es nie war. 

Gregor Sander verschränkt Vergangenheit und Gegenwart, er erzählt von deutschen Lebensläufen, dass einem fast schwindelig wird. Dabei gelingen ihm zarte Bilder voller Überraschungen. Liebe, Freundschaft, Flucht und Verrat. Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Auch nicht auf den zweiten, und nicht einmal auf den dritten. 

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Winterfisch Wallstein Verlag (2011) 192 Seiten ISBN: 978-3-8353-0843-5

Der Ostseeraum bildet die Kulisse für Gregor Sanders Erzählungen. 
Diese Erzählungen spielen in Rerik, am Nord-Ostsee-Kanal, auf Gotland, in Helsinki, Klaipeda... Sie handeln von Menschen, die unterwegs sind und zugleich in ihren Schicksalen gefangen: wortkarge Seebären, desillusionierte Künstler, angebetete Frauen. So unterschiedlich die Geschichten auch sind, sie haben doch alle etwas gemeinsam. Sie erzählen von Sehnsüchten - nach geliebten Menschen, nach einem freien Leben oder nach dem einfachen Gefühl, verstanden zu werden. 

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Abwesend Wallstein Verlag (2007) 156 Seiten ISBN-10: 3-8353-0143-8 ISBN-13: 978-3-8353-0143-6

Christoph Radtke, Anfang 30 und arbeitslos, wird er von seiner Mutter nach Schwerin ins Elternhaus gerufen, weil die in den Urlaub nach Lanzarote fahren will: Er soll sich um seinen Vater kümmern, der nach einem Schlaganfall seit Monaten im Wachkoma liegt. Eigentlich erledigt das aber routiniert schon Kristina, eine junge Bulgarin, die von der Zeit schwärmt, als sie in ihrer Heimat noch in renommierten Orchestern gespielt hat. 
Christoph legt sich an den in die Jahre gekommenen Pool; seinerzeit - Baujahr 1974 - war er der einzige in der Stadt, steingewordenes Zeichen für die Kraft der gutbürgerlichen Familie, der sozialistischen Tristesse zu trotzen. Aber Christoph will von der Vergangenheit nichts wissen und wartet auf eine Zukunft.  

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Ich aber bin hier geboren Rowohlt Verlag (2002) 144 Seiten ISBN: 3-498-06361-8

Ein junger Mann, der die Veränderungen in seinem Ort an der norddeutschen Küste beschreibt; die Frau, die aus ihrer schal gewordenen Partnerbeziehung ausbrechen möchte; eine Erinnerung an eine heimliche Liebe zu DDR-Zeiten und an den gemeinsamen Traum von Venedig; oder der Frührentner, der einen eigenwilligen Rekordversuch fürs Guinnessbuch unternimmt. "Diese Orte blieben Schatten an einem weiß gedeckten Tisch." Sie sind da, etwas rätselhaft, aber doch real. 

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